CARAVAGGIO
ROMAN
Zwischen Genie und Abgrund – Caravaggios Werk als Selbstzeugnis
Caravaggios künstlerisches Schaffen steht in Analogie zum Erfolg und Scheitern als Mensch und Person. Diese Verbindung von Werk und Leben bildet das zentrale Thema des historischen Künstlerromans. Sowohl das leidenschaftliche, streitbare Wesen des Malers als auch seine bahnbrechende Lichtdramaturgie erscheinen als zwei Ausdrucksformen derselben existenziellen Grundspannung – als Signatur eines Lebens zwischen schöpferischer Größe und persönlichem Abgrund. Seine Tenebristik (Dunkelmalerei) ist nicht nur Stilmittel, sondern Chiffre der vielen schicksalshaften Anfechtungen des Künstlers.
Caravaggios Bilder erzählen biblische Geschichten und bewahren zugleich die Geschichte seines eigenen Daseins. Sie werden autobiographisch lesbar, ohne ihren religiösen oder künstlerischen Gehalt zu verlieren.
Rom, Ende Mai 1606: Die Fluchtsituation Caravaggios (nach einem Tötungsdelikt) mit all ihrer nagenden Ungewißheit und seelischen Bedrängnis wird zum Ausgangspunkt einer ebenso glaubwürdigen wie eindringlichen Erzählung über einen der größten und widersprüchlichsten Künstler der europäischen Kunstgeschichte. Geächtet vom Papst, verfolgt von dessen Häschern und versteckt von seinen mächtigen Protektoren (Colonna) verliert sich Caravaggios Spur für mehrere Monate, über die die kunsthistorische Forschung keine gesicherten Erkenntnisse besitzt.
Fundiert recherchiert von einem Kunsthistoriker: Überlieferung und historische Authentizität verbinden sich mit literarischer Imagination. Der Roman berücksichtigt auch eigene Forschungsergebnisse des Autors. Wo die Quellen verstummen, eröffnet er behutsam Raum für eine erzählerische Rekonstruktion. Die Monate, in denen sich Caravaggios Spur verliert, werden so zu einem Zeitfenster, in dem nicht nur die historische Figur, sondern der Mensch Caravaggio sichtbar wird.
Der Autor verwendet bewußt die Alte Rechtschreibung.
DIE ZÜGE
NOVELLE
„DIE ZÜGE“ – Erstlingswerk des Autors in jungen Jahren, erschienen 1979 im Europäischen Verlag Wien – sind ein Abgesang auf die 68er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Die Novelle handelt von der zufälligen Begegnung eines entwurzelten jugendlichen Herumtreibers mit einem alten vagabundierenden Landarbeiter. Ort des Zusammentreffens ist die Werkzeug-/Gerätehütte einer aufgelassenen Schottergrube, die beide zur Nächtigung aufsuchen…
Auflage vergriffen; Neuauflage geplant (Vorbestellungen möglich).